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  • SCHLECHTE AUSSICHTEN! Agentur für Arbeit zieht negative Jahresbilanz

    28.01.2009 20:37

    Alles andere als erfreut dürfte die Bundesagentur für Arbeit über das Jahr 2008 sein. Die schlechte Wirtschaftslage verursachte im vergangenen Jahr ein Milliardenloch. Die Prognose für dieses Jahr sieht noch düsterer aus. Wegen steigender Arbeitslosigkeit wird die Agentur auch im Jahr 2009 mit hohen Defiziten rechnen müssen.

    Nach Angaben der Arbeitsagentur wurde das Geschäftsjahr 2008 mit einem Fehlbetrag in der Höhe von 1,12 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Folgen der Wirtschaftskrise haben sich somit schon im letzten Jahr bemerkbar gemacht. Aufgrund von Rücklagen aus den Jahren 2006 und 2007 konnten die Geldlöcher allerdings gestopft werden. In diesen Jahren schloss das Institut nämlich mit relativ hohen Verlusten ab. Trotz dieser enormen Defizite ist die Jahresbilanz besser ausgefallen, als zuvor von Experten prognostiziert. Die BA hatte im letzten Jahr Einnahmen in der Höhe von 38,29 Milliarden Euro. Dem gegenüber standen Ausgaben von mehr als 39,4 Milliarden Euro. Experten haben zuvor mit 43,12 Milliarden Euro an Ausgaben gerechnet.

    Ohne die Errichtung und finanzielle Erstausstattung eines neuen Versorgungsfonds speziell für Pensionäre der Behörde, wäre für 2008 ein Überschuss von etwa 1,38 Milliarden Euro zu verzeichnen gewesen. Der Versorgungsfonds kostete der BA allerdings rund 2,5 Milliarden Euro und sorgte somit für die schlechte Jahresbilanz. Die Auswirkungen der Finanzkrise hätten sich der Agentur zufolge allerdings noch nicht wirklich bemerkbar gemacht. Die Auswirkungen der Krise werden somit erst in der kommenden Jahresbilanz für die Agentur spürbar sein. Die Arbeitslosenzahlen nehmen in diesem Jahr nämlich höchstwahrscheinlich deutlich zu und die Anzahl der Beschäftigten auf Kurzarbeit wird ebenso eine Steigerung erfahren. Wie die Bundesregierung in ihrem Bericht erwähnt, ist für 2009 mit einem Verlust von mehr als 500.000 Stellen allein in Deutschland zu rechnen. Dementsprechend erhöhen sich die Ausgaben für die Agentur. Im Jahr 2009 dürfte laut Bundesagentur ein Defizit von mindestens sechs Milliarden Euro zu verzeichnen sein.
    Auch gab die Agentur für Arbeit bekannt, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften seitens der Unternehmen weiter gefallen sei. Noch im Jahr 2008 konnte man über 40 Millionen Beschäftigte in Deutschland jubeln. (dcrs/cf 28.01.2009 20:37)

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