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SIEDLUNGSBAU Joe Biden kritisiert Pläne in Ost-Jerusalem
10.03.2010 08:30Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern geht in eine neue Runde – trotz der Bemühungen von US-Vizepräsident Joe Biden. Der versucht, die Konfliktparteien wieder an einen Tisch zu bringen. Und schien damit auch Erfolg zu haben. Beide Seiten erklärten sich zu indirekten Gesprächen bereit.
Allerdings hat Israel dem jetzt einen herben Dämpfer verpasst. Denn man genehmigte den Bau von 1.600 neuen Wohnungen in Ost-Jerusalem. Bereits seit Jahren ist der Siedlungsbau eines der Themen im Nahost-Konflikt, das regelmäßig für Ärger sorgt.
Kritiker werfen Israel vor, immer dann Siedlungen auszubauen, wenn Vermittlungen in Sicht sind, um ihre Verhandlungspartner vor vollendete Tatsachen zu stellen. Aber anders als unter George W. Bush hat Joe Biden die aktuelle Entscheidung scharf kritisiert.
Auch im Weißen Haus zeigte man sich verstimmt über den erneuten Siedlungsbau und bezeichnete ihn als wenig „hilfreich“. Schärfer im Ton reagierten die Palästinenser und bezeichneten das Vorgehen als Provokation. (dcrs/fm 10.03.2010 08:30)