-
SOMALIA Piraten mit neuer Strategie
09.04.2009 08:46In der internationalen Presse und Politik wird die Befreiung eines Frachters vor der somalischen Küste durch die eigene Besatzung zwar als Erfolge gefeiert. Allerdings muss die Familie des Kapitäns auch weiter um dessen Leben bangen, da er sich nach wie vor in der Gewalt der Piraten befindet. Und nach den Aussagen eines Besatzungsmitgliedes scheinen die Verhandlungen unter keinem guten Stern zu stehen.
Trotz des Wagemuts der Besatzung des US-Frachters Maersk Alabama kann der neuerliche Vorfall in den Gewässern rund um Somalia nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Piraten für eine neue Strategie entschieden haben. Statt sich mit den Kriegsschiffen der internationalen Schutztruppe anzulegen, weichen die Freibeuter einfach in andere Gewässer aus. Mittlerweile scheint sogar die Küste vor Kenia nicht mehr sicher.
Experten warnen bereits vor einer neuen Qualität der nordafrikanischen Piraterie und fordern gleichzeitig einen schnellen Wechsel der Strategie seitens der internationalen Kräfte. Andernfalls droht eine neue Entführungswelle mit Lösegeldforderungen in Millionenhöhe. Eine Möglichkeit, um Frachter auf ihrem langen Weg vor der Küste Afrikas zu schützen, wäre der Griff zu mobilen Kommandos, die auf den Schiffen selbst stationiert sind. (dcrs/fm 09.04.2009 08:46)