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SPEKTAKULÄRES EXPERIMENT Eisendüngung der Arktis bleibt ohne Folgen
24.03.2009 15:53Wissenschaftliche Experimente in abgeschlossenen Laboreinrichtungen erregen selten öffentliches Interesse. Verlässt der Wissenschaftler allerdings sein angestammtes Refugium und bereitet einen Feldversuch vor, steigt das Interesse der Bevölkerung sprunghaft an. Und damit wächst natürlich auch die Zahl der kritischen Stimmen.
Zuletzt wurde dieses Phänomen im Rahmen eines geplanten Experiments in den Gewässern rund um die Arktis beobachtet. Deutsche und indische Wissenschaftler wollte die Wirkung der Eisendüngung auf das Weltklima bzw. den Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre testen. Während die Forscher auf eine Möglichkeit zur „Entsorgung“ großer Mengen des Klimagases hofften, spekulierten Kritiker über die Beweggründe vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Interesse und liefen gegen den Feldversuch Sturm.
Allerdings hat die Natur die Angelegenheit selbst geregelt – und das auf höchst effiziente Art und Weise. Mit der Eisendüngung hat die Wissenschaft am Ende nur eins erreicht – einen reich gedeckten Tisch für gefräßige Krebse. Letztere haben die Algenblüte innerhalb kurzer Zeit auf Normalmaß zurückgestutzt – eine Entwicklung, mit welcher die Wissenschaftler nach eigener Aussage nicht gerechnet hatten. (dcrs/fm 24.03.2009 15:53)