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SPONSORING NRW-Praktiken auch in Sachsen
01.03.2010 09:44Stanislaw Tillich hatte sich die Rückkehr aus Kanada sicher anders vorgestellt – wahrscheinlich entspannter. Allerdings muss sich der sächsische Landesvater nun mit Schlagzeilen auseinandersetzen, die alles andere als angenehm sind.
Die sächsische Landesfraktion der CDU soll dem Beispiel der Parteikollegen in Nordrhein-Westfalen gefolgt sein und hat anscheinend Termine mit Stanislaw Tillich gegen Bares angeboten. Für 8.000 Euro konnte ein Stand bei der „Denkfabrik Sachsen“ eingekauft werden – inklusive Fototermin und Gespräch mit dem sächsischen Landesfürsten.
Angela Merkel hat die Sponsoring-Praktiken ihrer Partei bereits kritisiert. Was bleibt ist ein unangenehmer Beigeschmack. Denn anscheinend ist das Amt des Ministerpräsidenten inzwischen auf dem Jahrmarkt angekommen. Und noch etwas sorgt derzeit in Sachsen für Wirbel.
Stanislaw Tillich bedankte sich zu Weihnachten bei den Staatsdienern am Erfolg der Christdemokraten. Kritiker werfen ihm jetzt vor, zwischen Amt und Partei nicht mehr unterscheiden zu können. Für die Opposition sind die „Fehltritte“ in NRW und Sachsen sicher ein gefundenes Fressen. (dcrs/fm 01.03.2010 09:44)