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STAATSPLEITE Ifo-Chef will Euro-Zone verkleinern
04.03.2010 08:50Hans-Werner Sinn, Ökonom und Chef des renommierten Ifo-Instituts, hat sich in der Krise um den griechischen Schuldenberg jetzt mit einem unbequemen Vorschlag zu Wort gemeldet. Sinn glaubt nicht daran, dass sich der Haushalt Griechenlands innerhalb der Euro-Zone stabilisieren lässt.
Im Gegenteil – eine solche Anstrengung würde „Fass ohne Boden“. Einzige Möglichkeit – großzügige Geldgeschenke oder Abwertungen. In den Augen Sinns die besten Voraussetzungen „für Mord und Totschlag“. Bliebe noch eine weitere Möglichkeit. Die dürfte in Brüssel allerdings auf wenig Freunde stoßen.
Hans-Werner Sinn schlägt vor, dass Griechenland die Euro-Zone verlässt, um den eigene Haushalt zu gesunden. Dies würde auch den anderen Euro-Ländern helfen. Hilfe für den maroden Staatshaushalt sieht der Ökonom dagegen beim IWF. Der Internationale Währungsfonds verfügt über Mittel, die Griechenlands Pleite noch verhindern können.
Entsprechende Schritte müssen nach Meinung des Ifo-Chefs allerdings schnell erfolgen, denn für die Griechen ist es 5 vor 12. Deutsche Politiker suchen dagegen nach anderen Wegen – etwa den Verkauf griechischen Staatseigentums, um die Schulden zu reduzieren. (dcrs/fm 04.03.2010 08:50)