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Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland weiter auseinander. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, sind aber vor allem in Ostdeutschland mehr Menschen armutsgefährdet.
Mit 19,5 Prozent hatte nahezu jeder fünfte Bundesbürger aus den neuen Ländern einschließlich Berlin ein erhöhtes Armutsrisiko im vergangenen Jahr. Besonders prekär ist die Lage in Mecklenburg-Vorpommern (23 Prozent), Sachsen-Anhalt (22 Prozent) und Bremen (20 Prozent). Mit 13 Prozent lag der Anteil in den alten Bundesländern deutlich darunter.
Erstaunlicherweise war es in der Altersgruppe der über 65-Jährigen umgekehrt. Während im Osten jeder zehnte Bürger von Armut bedroht war, war der Anteil im Westen mit 13 Prozent etwas höher. Alleinerziehende und ihre Kinder sind bundesweit zu 40 Prozent armutsgefährdet.
Aber auch mehr als die Hälfte der Erwerbslosen ist von diesem Problem betroffen. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, gilt in Deutschland als armutsgefährdet. Im Jahr 2009 waren demnach rund 15 Prozent davon betroffen. (dcrs/fm 27.08.2010 14:16)