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  • STRATEGIEWECHSEL US-Präsident denkt über Truppenabzug nach

    23.03.2009 14:35

    Aufmerksame Zuhörer haben am Sonntag sicher ihren Ohren nicht zu trauen gewagt. In einem Fernsehinterview sprach US-Präsident Barack Obama von einer Ausstiegsstrategie in Afghanistan und einer Neuausrichtung der Bemühungen in dieser Region der Erde. Rund um den Globus haben viele Zuhörer diese Aussage sicher als eine erste Andeutung in Richtung eines Truppenabzuges vom Hindukusch gedeutet – obwohl der erste farbige US-Präsident erst vor Kurzem weitere 17.000 Mann in Richtung Afghanistan in Marsch gesetzt hat.

    Damit scheint klar – die USA kapitulieren vor der Widerspenstigkeit der Ethnien am Hindukusch. Schließlich wäre die Supermacht nicht die erste Nation, die aus Afghanistan mit mehr als nur einem blauen Auge abziehen muss. Gleichzeitig sprach Barack Obama, dass in Zukunft diplomatische Bemühungen einen wesentlich höheren Stellenwert genießen müssten, um am Ende wirklich triumphieren zu können. Ein umfassender Truppenabzug wird aber auch in den kommenden Monaten sicher nicht zur Debatte stehen. Die Risiken für eine erneute Terrorzelle im Schatten des Hindukusch sind einfach zu groß. (dcrs/fm 23.03.2009 14:35)

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