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STREIKS ABGEWENDET Bahn und Gewerkschaft sind sich einig
02.02.2009 10:12Die Verhandlungspartner fanden unerwarteter Weise eine Lösung, die anscheinend beide Seiten zufrieden stellen sollte. Zuvor angekündigte Streikwarnungen bei der Deutschen Bahn sind somit hinfällig. Etwa 150.000 Beschäftigte erhalten zukünftig 4,5 % mehr Lohn sowie eine Einmalzahlung.
Mit Einsatz und viel Durchsetzungsvermögen haben es die Gewerkschaftler zudem geschafft, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Unglaubliche 40 Stunden hat es gedauert, bis sich Gewerkschaftsvertreter und Bahn endlich geeinigt hatten. Die Vertreter der Gewerkschaften erklärten am vergangenen Samstag, dass sie die Annahme des letzten Angebots der Deutschen Bahn empfehlen. Wie Transnet-Chef Alexander Kirchner betonte, habe man die Bahn dazu gebracht, sich mit den Arbeitsbedingungen der 150.000 Mitarbeiter zu beschäftigen. Durch die Einigung sind kürzlich angekündigte Streiks abgewendet. Diese Nachricht wird nicht nur die Bahn, sondern auch die vielen Bahngäste erfreuen. Die Lohnerhöhung findet in zwei Etappen statt. Zufriedenstellende 4,5 % erhalten Mitarbeiter der Bahn in Zukunft mehr. Die erste Erhöhung zum 1. Februar beträgt 2,5% und die zweite zum 1. Januar 2010 noch einmal weitere 2 %. Hinzu kommt für alle Beschäftigten eine Einmalzahlung in der Höhe von 500 Euro, die voraussichtlich im Dezember ausgezahlt wird. Zusätzlich haben die Gewerkschaftsvertreter mehr freie Wochenenden durchsetzen können. Künftig ist ein freies Wochenende pro Monat garantiert. Dies teilte Bahn-Sprecher Uwe Herz mit. Des Weiteren wird der Schichtzusatzurlaub erhöht und die Regelung der Ruhetage wurde verbessert. Diese wird in Zukunft mindestens einen kompletten Kalendertag betragen. Die Lockführergesellschaft verhandelte für 20.000, GDBA und Transnet für weitere 120.000 Angestellte der Deutschen Bahn. Ein nützlicher Nebeneffekt der Änderungen ist die voraussichtlich steigende Kaufkraft der Beschäftigten, wenn auch nur für kurze Zeit. Mit 500 Euro mehr im Portemonnaie wird die Lust auf Shoppen bei vielen mit Sicherheit gesteigert, so Transnet-Chef Kirchner. Durch die Organisation des Warnstreiks am vergangenen Donnerstag geriet die Bahn unter Zugzwang. Das Unternehmen versuchte, schnell zu handeln und eine Einigung zu finden. Dies gelang innerhalb von zwei Tagen unerwartet schnell. Mit dieser Lösung dürften sowohl Bahn als auch die Beschäftigten durchaus zufrieden sein. (dcrs/cf 02.02.2009 10:12)