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  • STREIT UM NACHFOLGE Nikolaus Brender und das Veto der Union

    27.02.2009 09:01

    Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen spielen sich dieser Tage Szenen ab, die eher zu einer Telenovela der privaten Sender passen. Schuld ist der ab 2010 vakante Posten des Chefredakteurs, den momentan Nikolaus Brender innehat. Während ZDF-Intendant Schächter dessen Vertrag gern über das Jahr 2010 hinaus verlängern möchte, stemmt sich die Politik dagegen. Genauer gesagt – die Union. Zwar hat die Politik vordergründig bei Personalien und Entscheidungen zum Programm kein direktes Mitspracherecht. Aber was die Besetzung des Chefredakteurs betrifft, muss neben Intendant auch der Verwaltungsrat zustimmen.

    Genau hier liegt das Problem, denn die Vertreter der Unionsparteien wollen einer Verlängerung des Vertrages von Nikolaus Brender einen Riegel vorschieben. Als Grund habe Roland Koch (CDU) die Verschlechterung der Einschaltquoten bei den Nachrichtensendungen genannt. Kenner der Szene vermuten aber ganz andere Hintergründe. Schließlich sei Nikolaus Brender eher ein Kandidat der Sozialdemokraten gewesen und habe während seiner Zeit als Chefradakteur der politischen Einflussnahme im ZDF immer eine Absage erteilt. Kein Wunder also, dass gerade SPD-Politiker lautstarke Kritik an der Haltung der Union im ZDF-Verwaltungsrat äußern. (dcrs/fm 27.02.2009 09:01)

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