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TODESURTEILE IN CHINA Hohe Strafen im chinesischen Milchskandal
23.01.2009 08:33Im chinesischen Skandal um verseuchte Milch sind erste Urteile gefällt wurden. Im vergangenen Jahr stand das Reich der Mitte nicht nur wegen der Olympischen Spiele im Mittelpunkt des Interesses der Weltöffentlichkeit. Auch aufgrund eines Produktskandals um mit Melamin versetzte Babymilch sorgte China für Schlagzeilen. Allerdings dürfte diese Art der Aufmerksamkeit den Machthabern im kommunistischen China sehr viel ungelegener gekommen sein als die Stimmen zu Olympia. Melamin wird unter anderem als Zusatz für Leim verwendet, ist in Lebensmittel aber vollkommen fehl am Platz, da es die Bildung von Nierensteinen fördert.
Von den mehr als 500.000 eingestandenen Fällen sollen lediglich 6 Kinder verstorben sein. Eine Statistik, die Kritiker der chinesischen Führung eindeutig für geschönt halten. Um sich selbst „reinzuwaschen“ haben Gerichte jetzt zwei der Verantwortlichen zum Tode verurteilt und auch lebenslängliche Haftstrafen ausgesprochen. Obwohl die Führung und Gerichtsbarkeit auf der einen Seite den Eindruck der Härte gegen die Schuldigen vermittelt, werden Klagen betroffener Eltern bereits im Keim erstickt. Wieviel die Olympischen Spiele am Ende bewirkt haben, zeigt diese Tatsache doch mehr als deutlich. (dcrs/fm 23.01.2009 08:33)