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"Betriebsratsverseucht" wurde von einer unabhängigen Jury aus Sprachwissenschaftlern zum Unwort des Jahres 2009 gewählt. Das Wort sei in der ARD-Sendung "Monitor" gefallen, als Abteilungsleiter es beschreibend für neue Mitarbeiter verwenden, die aus einer Filiale mit Betriebsrat in eine ohne wechseln und durch das Vertrauen in eine Arbeitnehmervertretung die Einstellung gefährdet wäre.
Von der Jury wurde der Begriff als "sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen" bezeichnet. Zudem werden die Ausdrücke "Flüchtlingsbekämpfung" und "intelligente Wirksysteme" durch die Sprachwissenschaftler kritisiert. "Intelligente Wirksysteme" klingen zunächst harmlos, stellen aber eine technologisch hoch entwickelte Munitionsart dar, die sinnigerweise in der "Gesellschaft für Intelligente Wirksysteme mbH" hergestellt werden.
Gleichzeitig finden die Sprachforscher es beschämend, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durch den Ausdruck "Flüchtlingsbekämpfung" einen sprachlichen Fehler begangen hat, der wohl eher mit der Bekämpfung von Krankheiten, Seuchen oder dem Terrorismus in Verbindung gebracht werden könnte. Die unabhängige Jury aus Sprachwissenschaftlern kürt seit 1991 das Unwort des Jahres. (dcrs/fm 19.01.2010 16:12)