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Das Schicksal von Iwan Nikolajewitsch Demjanjuk bewegt israelische, deutsche und US-amerikanische Juristen bereits seit einigen Jahren. Vor 20 Jahren in Israel wegen seiner angeblichen Tätigkeit als Aufseher in deutschen Todeslagern der Nationalsozialisten zum Tode verurteilt, wurde das Urteil wegen aufkommender Zweifel an seiner Person und der Verbindungen zum gesuchten Wärter "Iwan der Schreckliche" nie vollstreckt.
Allerdings fordert mittlerweile die deutsche Staatsanwaltschaft eine Auslieferung der Person John Demjanjuk, da nach neuen Erkenntnissen der gebürtige Ukrainer an der Ermordung von 29.000 Juden beteiligt gewesen sein soll. Die für den 6. April angesetzte Auslieferung nach Deutschland hatte am vergangenen Freitag ein US-Richter ausgesetzt, sich aber Anfang der Woche für nicht zuständig erklärt und damit den Weg für einen erneuten Versuch der Auslieferung frei gemacht.
Sofern der Ausschuss für Einsprüche in Einwanderungsfragen die Haltung der US-Behörden im Fall Demjanjuk teilt, könnte die Abschiebung bereits am Donnerstag dieser Woche erfolgen. Allerdings will der Anwalt des 89-Jährigen die Auslieferung mit allen noch zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern. (dcrs/fm 07.04.2009 09:30)