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WAHLKAMPF Streit im bürgerlichen Lager
24.03.2009 09:21Union und FDP – über lange Jahre starke Partner für Koalitionen im Bundestag wie auch den Länderparlamenten – scheinen sich in der Krise immer weiter zu entfernen. Zumindest erweckt die Führungsspitze beider Parteien diesen Anschein. Aufmerksame Beobachter haben in den letzten Tagen einige Anzeichen dafür wahrnehmen könne, dass die Aussagen der Bundeskanzlerin zum politischen Kurs nach dem 27. September durchaus Raum für Spekulationen lassen.
Nicht zuletzt die verbalen Attacken von Angela Merkel gegen die FDP im Rahmen einer Diskussionsrunde im öffentlich-rechtlichen Fernsehen haben politischen Vertretern das Blut in den Adern gefrieren lassen. Die CDU-Vorsitzende bezeichnete die FDP als verantwortungslos und sich selbst als Staatsoberhaupt – eigentlich eine Bezeichnung, die nur dem Bundespräsidenten zusteht.
Kritiker der Kanzlerin sehen darin einen Hinweis auf den Wunsch, nach der Bundestagswahl lieber weiter mit der SPD regieren zu wollen, statt den Traditionen der Christdemokraten zu folgen. Guido Westerwelle sprach als Reaktion auf die Äußerungen der Bundeskanzlerin von einem offensichtlichen Linksrutsch in der Union. Eine Tatsache, die keinesfalls spurlos am bürgerlichen Lager und dem Wähler vorbeigehen kann. (dcrs/fm 24.03.2009 09:21)