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Gerichtsverhandlungen in den USA laufen ja bekanntlich etwas anders als hierzulande ab. Im Gegensatz zur deutschen Rechtsprechung, die auf dem Urteil einer fachlich versierten Person beruht, entscheiden in den Vereinigten Staaten Laien in Form der Geschworenen über das Wohl und Wehe der Beklagten. Eine Tatsache, die im Zeitalter des Internets und der globalen Vernetzung anscheinend an ihre Grenzen stößt.
Mittlerweile müssen immer mehr Verhandlungen abgebrochen werden, weil die Geschworenen vor der Urteilsfindung das World Wide Web für eigene Recherchen nutzen. Einer der Grundsatz dieser Form der Gerichtsverhandlung ist die Tatsache, dass alle Geschworenen sich unvoreingenommen mit dem Fall beschäftigen müssen.
Statt sich an diese Pflicht zur Abschottung zu halten, zählen für einen Teil der Geschworenen inzwischen Blackberry und iPhone zum liebsten Spielzeug – auch während laufender Verhandlungen. Und um die ohnehin bereits schwierige Situation noch zu verschlimmern, nutzt manch ein Geschworener den Gerichtssaal als Plattform, um via Twitter die eigene Popularität noch etwas zu steigern. (dcrs/fm 19.03.2009 10:01)