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  • ZAHLUNGSUNFÄHIGE KAUFHAUS Viele Filialen von Hertie ohne Mietvertrag

    02.02.2009 10:07

    Viele Filialen der Kaufhauskette Hertie sollen, wie vor kurzem öffentlich wurde, geschlossen werden. Zusätzlich wurde am Wochenende bekannt, dass 56 der 73 Warenhäuser seit zwei Wochen keinen gültigen Mietvertrag mehr besitzen. Dies berichtete der Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“. Ein Sprecher der Kaufhauskette hat den Bericht bereits bestätigt. Vorab wurde berichtet, dass die ebenfalls insolvente britische Dawnay-Day-Gruppe 56 Mietverträge zum 19. Januar dieses Jahres gekündigt hätte. Bereits seit Mai 2008 wurde von dem Konzern keine Miete gezahlt. Der Sprecher bestätigte lediglich die Aussage und fügte hinzu, dass die genannten Details bereits seit über einer Woche bekannt seien. Zu einer näheren Stellungnahme war der Sprecher leider nicht bereit.

    Hauptgrund für die Insolvenz von Hertie sind laut Insolvenzverwalter Biner Bähr die überhöhten Mietforderungen der Dawnay-Day-Gruppe. Wenn die britischen Investoren nicht schnellstens einer entsprechenden Mietminderung zustimmen, müssten auch die übrig gebliebenen Filialen bereits Ende Februar endgültig geschlossen werden, so Bähr. Laut den Angaben des Insolvenzverwalters ist in der bevorstehenden Woche ein Treffen in London mit den Eigentümern der Warenhäuser geplant. Nach Angaben der dpa hat das Unternehmen im zurückliegenden Jahr 50 Millionen Euro Verlust einfahren müssen. Bähr erwartet für die nahe Zukunft weiterhin rote Zahlen. Auch 2007 sollten trotz eines Umsatzes von 450 Millionen Euro keine grünen Zahlen geschrieben worden sein. (dcrs/cf 02.02.2009 10:07)

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