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  • ZEITUNGSZEUGEN Streit um Nazi-Zeitungen geht in neue Runde

    30.01.2009 09:44

    Die bayrische Landesregierung und ein englisches Vertragshaus – Kontrahenten in einem fast schon als Schildbürgerstreich anmutenden Rechtsstreit, setzten ihre Auseinandersetzung über die Herausgabe von Nazi-Zeitungen fort. Nach der Beschlagnahme der zweiten Ausgabe hält der Verlag an einer Fortsetzung trotz allem fest. Der englische Verleger Peter McGee hat ein Projekt gestartet, in dessen Mittelpunkt Zeitungen aus dem dunkelsten Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts stehen. Eine Tatsache, welche der bayrischen Landesregierung sauer aufstößt.

    Schuld ist der Umstand, dass Bayern nach dem 2. Weltkrieg die Aufgabe übernommen hat, die Verbreitung nationalsozialistischer Propaganda zu verhindern. Sich an dieser Stelle allerdings auf das Urheberrecht von Adolf Hitler und Josef Goebbels zu berufen, könnte für die bayrische Landesregierung noch an Brisanz gewinnen, da die Durchsetzung solcher Ansprüche vor Gericht ein gewisses Potenzial zum Bumerang-Effekt in sich birgt. Bis zur endgültigen Klärung müssen zwar alle Interessenten auf Exemplare verzichten, erhalten aber solange Gutscheine für die einzelnen Zeitungen. (dcrs/fm 30.01.2009 09:44)

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  • Zuletzt aktualisiert: 22.05.2012 12:30 Uhr
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